Beach: Senioren Ü53 - Platz 10 und 13 bei den Hessischen Landesmeisterschaften

Henke/Lippert schlagen sich bei Wetterkapriolen prächtig, Fenten/Butkiwiecz auf Platz 13

Ahlen. Einen respaktablen zehnten Platz bei den Hessischen Beach-Meisterschaften in Rodheim erreichte das Duo Jürgen Henke (TuS Iserlohn) und Bodo Lippert (TSC Berlin) in der Altersklasse IV (Ü 53). Das Iserlohner Duo Günter Fenten und Marian Butkiewicz landete in diesem Feld auf Rang 13. Das war im großen Sechszehner-Teilnehmerfeld aller Ehren wert.

Es war erstaunlich, aus welchen Bundesländern die Beach-Volleyballer in den kleinen Ort im Wetterau-Kreis geströmt waren. Nicht nur aus Hessen, sondern auch aus Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Westfalen, Berlin. Alle hatten das eine Ziel, möglichst viele Punkte für die Rangliste zu sammeln, um die Qualifikation zu den Deutschen Meisterschaften in Berlin zu schaffen.

Das Turnier war von einigen Wetterkapriolen begleitet. Es gab nicht nur Donner, Blitz und Starkregen. Auch orkanartige Winde taten ihr übriges. Die Vorrunde war stark bestückt, als man direkt gegen Oldenburg/Ruhs aus Schwaig traf. Sie hatten mal eben die Meisterschaften in Ingolstadt und Ulm siegreich bestritten. Doch durch starke Attacken am Netz und gute Abwehraktionen hielt man sich im Spiel (15:13). Nur am Ende brachte sie eine taktische Auszeit um den Lohn (19:21). Gegen die an zwei gesetzten Hütz/Porath (Beachclub) hatten man einen schwereren Stand, weil sie sehr kompakt standen (14:21). Gegen Struhkamp/Markurt (Magdeburg), die schon lange zusammen spielen, fand man gut ins Match (7:4). Doch die Bördestädter stabilisierten sich und siegten 21:15.

Wichtig war, in der Loserrunde das erste Match zu gewinnen. Gegen Meuser/Reussel aus Stuttgart gelang dies richtig stark. In beiden Sätzen agierte man souverän und ließ den Gegner laufen (15:11, 15:8). Nun wartete allerdings kein geringerer als die Nr. 1 des Gesamt-Rankings Dißmann mit Partner Eiberle. In der Windlotterie hatte man sich wirklich gute Chancen erarbeitet und führte sensationell mit 8:6 und 12:10. Beim Aufschlag wurde der Wind geschickt eingesetzt. Erst kurz vor Satzende verließ Henke/Lippert das Glück (14:16). Ganz an diese starke Leistung konnte man im zweiten Durchgang nicht anknüpfen, nur phasenweise. Das reichte gegen die ausgebufften Gegner nicht (9:15). So spielte man in der Runde um Platz 9 gegen die Lokalmatodoren Freitag/Weckmann. Das war ein hartes Stück Arbeit im Schlüsselspiel. Die Lücken in der gut gestaffelten Abwehr wurden nicht immer gefunden (16:21). Gegen die favorisierten Kupetz/Schumann (Waldgirmes) machten Henke/Lippert kurzen Prozeß, überzeugten durch erfolgreiche Angriffe und Pokes (21:13). Nach dem Match gegen Döring/Ridinger (Homberg) war Rang zehn erreicht. Die Teilnahme bei den Deutschen wird nun immer realistischer. Die zusammen bereits erzielten 329 Punkte sollten genügen, zumal am kommenden Wochenende noch die Berliner/Brandenburger-Meisterschaft hinzukommt.

Die Vorrunde bei Fenten/Butkiewicz gestaltete sich ebenfalls nicht einfach, wartete doch mit Brömmerling/Lensing (Rodheim/Rumeln) sofort ein Schwergewicht mit dem späteren Turniersieger. Auch gegen Neuhaus/Stößinger war es schwer, gegenzuhalten. Ein souveränes Spiel lieferten  sie beim 21:14 gegen Breinlinger/Knoob. (Niddainsel/Bleidenstadt). Als Dritter der Vorrunde trafen sie auf den Vierten der Gruppe D, Graubner/Klemm (Waldgirmes). Hier riefen sie nicht ihre beste Beach-Leistung ab, so dass sie überraschend unterlagen. In der Endrunde um Rang 13 gegen Meuser/Reussel ging es nicht optimal los. Den Start verschlief das Iserlohner Duo komplett (1:10). Um so beachtlicher, dass man sich dadurch nicht beeinträchtigen ließ und noch mit 15:13 die Oberhand behielt. Der zweite Durchgang verlief beim 15:10 reibungslos. Gegen Breinlinger/Knoob zeigten beide durch ein souveränes Angriffspiel von Beginn an wenig Fehler. So kamen zwei klare 15:10 und 15:11-Erfolge zustande.   

Jürgen Henke: „Mit unserem Abschneiden können wir echt zufrieden sein. Wir haben hier viele starke Teams gehabt, gegen die wir gut aussahen. Wir steuern klar auf Kurs zur Deutschen nach Berlin.“ Das Iserlohner Urgestein Günter Fenten meinte: „In einigen Partien hatten wir zu viel Sand im Getriebe, konnten uns aber am Ende wieder steigern. Das gibt uns Zuversicht.“


Bodo Lippert (rechts) und Jürgen Henke waren bei den Hessischen Beach-Meisterschaften erfolgreich (hier Archivbild von den Meck-Pomm-Meisterschaften Anfang August).

 

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